'In Bildern: Der letzte Iceman von Ecuador'

Unser Fotograf Gavin Haines erzählt das außergewöhnliche Leben von Baltazar Ushca, der jede Woche den höchsten Berg Ecuadors besteigt, um Eis von seinem Gletscher zu sammeln. Kühlschrank-Gefrierschränke haben seinen Handel fast umgebracht, aber er macht die gefährliche Reise trotzdem.

Nach Sonnenaufgang sind Baltazar und sein zuverlässiger Esel Jole von seinem Haus in den Ausläufern des Chimborazo aufgebrochen. Sie tun dies zweimal pro Woche, egal bei welchem ​​Wetter, am Donnerstag und Freitag.

Baltazar ist nicht der einzige bei der Arbeit: Bei Sonnenaufgang erwacht das ländliche Ecuador zum Leben. Hier führt ein Hirte aus einem Nachbardorf seine Herde zu neuen Weideplätzen.

Auf seinem Weg zum Chimborazo bleibt Baltazar auf einer Wiese stehen, um das lange Gras zu schneiden. Er webt dieses Gras in Körbe und Seile, mit denen er das Eis trägt.

Baltazar sammelt dann seine anderen zwei Esel: Widinson und Luis Guaman. Widinson läuft beim Satteln ab, daher die Decke über seinem Gesicht.

Der schneebedeckte Gipfel des Chimborazo ist der nächstgelegene Punkt auf der Erde zur Sonne aufgrund der sogenannten äquatorialen Ausbuchtung, die ihn über den Mount Everest hinaus treibt. Der Wind dort oben ist brutal.

Eine Herde von Vikunjas, eine Verwandte des Lama, grasen auf den felsigen Klippen des Chimborazo. Auch Wölfe und Raubvögel begleiten Baltazar zum Chimborazo. Er sieht selten jemanden.

Balazar braucht ein paar Stunden, um seine "Eismine" zu erreichen, die von seinem Vater entdeckt wurde. "Er hat mir beigebracht, wie man diese Arbeit macht", sagt der Eismann. "Nur starke Männer können es tun."

Er hackt mit einer Spitzhacke und Brechstange den Gletscher ab. Er braucht ungefähr zwei Stunden, um das Eis abzubauen. Erdrutsche sind eine Angst. "Es ist eine gefährliche Arbeit", sagt er.

Während Baltazar das Eis abbaut, nehmen seine Esel eine wohlverdiente Pause ein. Zusammen müssen sie 10 Eisblöcke den Berg hinunter tragen und jeweils 25 kg wiegen.

Baltazar wickelt das Eis in seine Graskörbe. Kühl- und Gefrierschränke haben seine Industrie fast alle umgebracht und andere aus dem Handel gedrängt, aber er hat ein paar treue Kunden, die 5 Dollar pro Block zahlen.

Es dauert einige Stunden, bis Baltazar und die Esel zurück in sein Dorf Cuatro Esquinas gehen, wo er das Eis ablädt. Morgen wird er es auf dem Riobamba-Markt verkaufen.

"Ich liebe diese Arbeit", sagt Baltazar, der seit seinem 15. Lebensjahr als Eismann arbeitet. Er ist jetzt 71. "Ich werde das tun, bis ich zu Gott komme."



'